Aus der EU/dem EWR und der Schweiz zahlst du an öffentlichen Hochschulen keine Studiengebühren, nur eine Semestergebühr – etwa NOK 670 an der UiT. Alle anderen zahlen, an der UiT z. B. NOK 100.500–351.000 pro Jahr. Study in Norway nennt 11 Universitäten, und aus der EU/dem EWR darfst du ohne Einschränkungen arbeiten. Hier erfährst du, was die offizielle Schätzung von NOK 15.488 im Monat für dein Budget bedeutet und wie du ein Wohnheimzimmer findest.

Die norwegischen Hochschulen lassen sich in vier Hauptgruppen einteilen:
Die meisten Hochschulen sind öffentlich. Es gibt auch private – einige davon verlangen von allen Studierenden Studiengebühren.
Norwegen folgt dem Bologna-System:
Manche Studiengänge, darunter Medizin, Pflege und Lehramt, haben zusätzliche Fachanforderungen oder Mindestnoten.
Die meisten Masterstudiengänge und viele Kurse im Bachelor laufen auf Englisch.
Norwegen – Bachelorstudiengänge
Norwegen – einstufige Studiengänge
Norwegen – Masterstudiengänge
Norwegen – Promotionsstudiengänge
Bachelorstudiengänge auf Norwegisch – du bewirbst dich zentral über Samordna opptak (die norwegische Zentralstelle für die Hochschulzulassung). Das Portal öffnet jedes Jahr am 1. Februar. Die wichtigsten Termine:
Ob dein Schulabschlusszeugnis in Norwegen zum Hochschulstudium berechtigt (generell studiekompetanse), siehst du auf der GSU-Liste der Direktion für Hochschulbildung und Kompetenz, HK-dir.
Studiengänge auf Englisch, meist im Master, nehmen Studierende direkt auf. Aus der EU/dem EWR hast du meist eine spätere Frist als andere – an der UiT etwa für den Herbst 2027: vom 1. Februar bis 1. März 2027. Kommst du von außerhalb der EU/des EWR, bewirb dich deutlich früher – an der UiT bis 15. November 2026 –, denn nach der Zulassung brauchst du noch eine Studienerlaubnis (siehe: Aufenthalt und Formalitäten).
Eine landesweite Aufnahmeprüfung gibt es nicht. Viele Studiengänge haben mehr Bewerberinnen und Bewerber als Plätze, und die Rangfolge richtet sich vor allem nach den Schulnoten.
Künstlerische Studiengänge, z. B. in Musik, haben eigene Fristen und zusätzliche Auswahlstufen – die Details nennt die Hochschule in der Studiengangsbeschreibung.
Für Studiengänge auf Norwegisch musst du Norwegisch können. Nachweisen kannst du das zum Beispiel mit:
Verlangt die GSU-Liste von Bewerberinnen und Bewerbern aus deinem Land einen gesonderten Englischnachweis, reicht für die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel TOEFL iBT mit mindestens 60 Punkten oder IELTS mit einem Gesamtergebnis von mindestens 5,0.
Für Studiengänge auf Englisch legen die Hochschulen eigene, meist höhere Anforderungen fest – schau in die Studiengangsbeschreibung.
Bürgerinnen und Bürger der EU/des EWR brauchen kein Visum. Bleibst du länger als 3 Monate in Norwegen, musst du dich im Registrierungssystem für EU/EWR-Bürger anmelden – spätestens 3 Monate nach der Ankunft. Den Antrag stellst du über die Website der norwegischen Einwanderungsbehörde UDI, die Registrierungsbescheinigung stellt die Polizei aus.
Voraussetzungen für Studierende:
Die Registrierung ist kostenlos.
Studierende von außerhalb der EU/des EWR brauchen eine Studienerlaubnis der UDI, die du meist vor der Reise beantragst. Du stellst den Antrag nach der Zulassung online, zahlst die Antragsgebühr und gibst deine Unterlagen bei einer norwegischen Botschaft oder einem Antragszentrum in deinem Heimatland ab. Du musst eine Unterkunft haben und nachweisen, dass du deinen Lebensunterhalt finanzieren kannst: NOK 170.368 pro Jahr, also NOK 15.488 im Monat (2026/27). Mit der Studienerlaubnis darfst du auch in Teilzeit arbeiten (siehe: Arbeiten neben dem Studium). Hinweis: Study in Norway (HK-dir) nennt für 2026/27 NOK 170.368, auf der Website der UDI stand aber noch der Betrag für 2025/26 (NOK 166.859) – prüf den aktuellen Betrag vor dem Antrag bei der UDI.
Krankenversicherung für Studierende von außerhalb der EU/des EWR: Bleibst du länger als 12 Monate und hast eine gültige Aufenthaltserlaubnis, bist du automatisch über die staatliche Sozialversicherung (folketrygden) versichert. Bei kürzeren Aufenthalten brauchst du eine private Versicherung; die Hochschulen empfehlen ohnehin, vor der Ankunft eine private Krankenversicherung abzuschließen.
Studierende aus der EU/dem EWR und der Schweiz zahlen an öffentlichen Hochschulen keine Studiengebühren. Seit Herbst 2023 müssen aber Studierende von außerhalb der EU/des EWR und der Schweiz Studiengebühren zahlen. An der UiT sind es zum Beispiel je nach Fach NOK 100.500, 150.500 oder 351.000 pro Jahr. Study in Europe nennt eine typische Spanne von NOK 130.000–390.000 pro Jahr.
Alle Studierenden zahlen eine Semestergebühr an das Studierendenwerk (studentsamskipnad), das unter anderem Wohnheime und soziale Angebote betreibt. An der Universität Oslo sind es NOK 690 für das SiO, dazu NOK 220 für Kopinor (Kopien von Studienmaterial) und freiwillig NOK 50 für die Stiftung SAIH. An der UiT beträgt die Semestergebühr NOK 670.
Private Hochschulen dürfen von allen Studiengebühren verlangen – die Höhe findest du auf der Website der Hochschule.
Norwegen ist teuer. Die offizielle Schätzung der Lebenshaltungskosten für Studierende liegt 2026/27 bei NOK 15.488 im Monat oder NOK 170.368 im Jahr – diesen Betrag müssen Studierende von außerhalb der EU/des EWR für die Studienerlaubnis nachweisen. Aus der EU/dem EWR musst du ihn nicht belegen, er ist aber ein realistischer Richtwert für dein Budget.
Wohnen: Fang beim Studierendenwerk deiner Hochschulstadt an – mit der Semestergebühr kannst du seine Angebote nutzen, darunter die Wohnheime. In Oslo ist das SiO zuständig, in Tromsø das Arktische Studierendenwerk. Bewirb dich um ein Wohnheimzimmer, sobald du zugelassen bist, und such auf dem privaten Markt, falls du keinen Platz bekommst.
Norwegen hat keine staatlichen Stipendien für alle internationalen Studierenden – du musst dein Studium auf anderen Wegen finanzieren. Deine Möglichkeiten:
Bürgerinnen und Bürger der EU/des EWR dürfen in Norwegen ohne Einschränkungen arbeiten.
Studierende von außerhalb der EU/des EWR mit Studienerlaubnis dürfen im Semester bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten (auch remote) und in den Ferien in Vollzeit.
Bei der Suche nach einem Nebenjob hilft Norwegisch sehr. Fang beim Career Service deiner Hochschule an. Stellen veröffentlicht auch die norwegische Arbeits- und Sozialverwaltung NAV.
Norwegen – warum dort arbeiten?
Wie finde ich einen Job im Ausland?
Quellen: Europäische Kommission – Study in Europe (education.ec.europa.eu/study-in-europe), Eurostat, offizielle nationale Studien- und Aufenthaltsportale und Behörden, Eurodesk, enic-naric.net, studiumineuropa.eu. Stand: September 2026.